WirtschaftsstrafsachenWhite-collar offences

Wirtschaftsstrafsachen – insbesondere Vorwürfe des Betruges und der Untreue

Die Ahndung strafrechtlich relevanten Verhaltens im Wirtschaftsleben ist in den letzten Jahren durch eine immer größere Zahl von Spezialtatbeständen im StGB und in Nebengesetzen geregelt worden. Dennoch stehen bei wirtschaftsstrafrechtlichen Ermittlungen meist die klassischen Straftatbestände des Betruges (§ 263 StGB) und der Untreue (§ 266 StGB) im Mittelpunkt. Sie sind nach wie vor die Grundtypen der Wirtschaftsdelikte.

Während der Betrugstatbestand insbesondere in Zusammenhang mit dem Ein- und Verkauf und der Abrechnung von Waren und Dienstleistungen sowie der Kapitalbeschaffung eine Rolle spielt, hat sich der Vorwurf der Untreue zu einem Einfallstor für strafrechtliche Untersuchungen wirtschaftlichen Verhaltens fast jeder Art entwickelt. Untreuevorwürfe treffen Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder von GmbH bzw. Aktiengesellschaften ebenso, wie Angestellte, die zu ihrem Unternehmen in einem besonderen Treueverhältnis stehen und es durch pflichtwidriges Verhalten geschädigt haben sollen.

Zwar hat die Rechtsprechung der Anwendung des Untreuetatbestandes Grenzen gesetzt, der Tatbestand ist aber dennoch derart konturlos, dass er immer öfter Anlass zu strafrechtlichen Ermittlungen gibt, wo es zunächst nur um – ohnehin risikobehaftetes – wirtschaftliches Handeln, um angeblich wirtschaftlich nicht sinnvolle oder zu hohe Ausgaben oder um die unterlassene Realisierung von Gewinnchancen geht. Ein Anfangsverdacht, der für den Beginn von Ermittlungen genügt, wird sich hier fast immer finden lassen.

Die Kanzlei verteidigt die Betroffenen in allen Lagen des Strafverfahrens. Die Rechtsanwälte der Kanzlei stehen aber auch den betroffenen Unternehmen als Beistand zur Seite, denn großangelegte (oft von Medien begleitete) Durchsuchungsaktionen, gewerberechtliche Sanktionen und Unternehmensgeldbußen können nicht zuletzt für das Unternehmen gravierende wirtschaftliche Nachteile zur Folge haben.